Wir setzen uns pausenlos dafür ein, dass die uns anvertrauten Kinder eine eigene Familie bekommen. Traurige Tatsache ist jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Adoptionsvermittlung dramatisch sinkt, sobald unsere Kinder das 5.Lebensjahr erreicht haben. Diese Kinder leben dann in unserem Kinderdorf “Village of Hope” und bleiben bis zur Volljährigkeit bei uns.

Daher legen wir großen Wert darauf, den uns anvertrauten Kindern eine angemessene Schulbildung zukommen zu lassen. Damit, und mit all unseren sonstigen schulischen Aktivitäten möchten wir sie auf ein erfolgreiches, selbständiges und unabhängiges Leben vorbereiten.

Da viele unserer Kinder Opfer von schwerem körperlichen, geistigen, sexuellen und Drogenmissbrauch geworden sind, ist eine gezielte individuelle Betreuung von größter Bedeutung. Im Laufe der Jahre haben wir festgestellt, dass dies auch im Bereich der Bildung von entscheidender Bedeutung ist. In der gegenwärtigen COVID-19-Pandemie hat sich die Beschulungssituation vielerorts extrem verschlechtert.

Vor diesem Hintergrund ist eine gezielte schulische Unterstützung umso wichtiger. Wir haben uns daher entschlossen, ein eigenes Lernzentrum auf unserem Gelände zu errichten. Unser Ziel ist es, dort bis zu 150 Kindern eine individuelle und gezielte schulische Betreuung bieten zu können.

MORONG, RIZAL

TONDO, MANILA

LUNA, APAYAO

Seit vielen Jahren konzentrieren wir uns auf Community-Projekte für indigene Stämme, wie die Aeta-Gemeinschaft in Apayao. In Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung wurden verschiedene Schulungen zu landwirtschaftlicher Entwicklung, Gesundheitswesen, Familienplanung und Umweltfragen, wie Müllentsorgung und Schutz des Waldes, angeboten.

Wir möchten der indigenen Gemeinschaften helfen, ihre wirtschaftliche und gesundheitliche Lage zu verbessern, gleichzeitig aber mit ihrer Kultur, ihren Glauben und ihren Bräuchen respektvoll umzugehen. In der Regel fühlen sich Aeta-Gemeinschaften vernachlässigt und als minderwertig angesehen, häufig besteht bei Bildung und Gemeinschaftsentwicklung keine Chancengleichheit. Wir setzten uns dafür ein, diese indigenen Gemeinschaften zu stärken, indem wir die Bildungs- und Wirtschaftsbedingungen verbessern. Zu den Projekten zählt beispielsweise die Unterstützung bei der Fertigung von einheimischem Kunsthandwerk.

Darüber hinaus haben wir in Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung das „Indigenous Elementary and Adult Educational Learning Center“ (Zentrum für indigene Grund- und Erwachsenenbildung) direkt in der Nähe des Stammes aufgebaut. Mithilfe der Finanzierung, Organisation und Betreuung durch die Stiftung haben Kinder und Erwachsene in diesem Zentrum Zugang zu Bildungsangeboten und so wird die Initiative „Bildung für alle“ der Regierung unterstützt. Zudem versuchen wir, gegen die sich verschlechternde Gesundheitssituation anzugehen. Vierteljährliche kostenlose medizinische Missionen bieten professionelle Gesundheitsversorgung, inklusive der erforderlichen Medikamente. Ziel ist es auch, die Menschen durch Aufklärung zu täglicher Hygiene und Verantwortung für die Familien zu unterstützen.

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